EGGER Group Stabilität in bewegten Zeiten: Ein Blick auf die Egger Gruppe

Bildquelle: EGGER Group / Frank Bölling, Hannes Mitterweissacher, Thomas Leissing, Michael Egger
Wer heute eine Karriere in der Holzbranche startet, fragt sich: Wie krisenfest ist dieser Industriezweig eigentlich? Ein Blick auf die aktuellen Zahlen der Egger Gruppe liefert eine klare Antwort – und zeigt, warum sich ein Einstieg in die Holzwerkstoffindustrie auch in herausfordernden Zeiten lohnt.

Ein Jahr voller Gegenwind – und trotzdem stabil

Das Geschäftsjahr 2025/2026 war für die Holzbranche kein leichtes: schwache Baukonjunktur, zurückhaltende Konsumenten und geopolitische Unsicherheiten prägten den Markt. Dennoch erwirtschaftete Egger einen Umsatz von 4,26 Milliarden Euro – ein Plus von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA lag bei 541,8 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote blieb mit 41,6 Prozent auf solidem Niveau. Zahlen, die zeigen: Wer in dieser Branche arbeitet, steht auf einem stabilen Fundament, selbst wenn die Märkte rundherum ins Wanken geraten.

Getragen wird diese Stabilität nicht zuletzt von den rund 12.000 Mitarbeitenden weltweit, deren Einsatz Gruppenleitungssprecher Thomas Leissing bei der Jahrespressekonferenz in St. Johann in Tirol ausdrücklich hervorhob.

Investitionen statt Stillstand

Besonders bemerkenswert: Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hat Egger nicht auf die Bremse getreten, sondern konsequent in die Zukunft investiert – insgesamt 450,1 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Zwei Projekte stechen dabei heraus:

  • Werk Markt Bibart (Deutschland): Mit einem Investitionsvolumen von über 200 Millionen Euro über drei Jahre entsteht hier ein Standort, der künftig nicht nur Rohspanplatten, sondern auch beschichtete dekorative Platten produziert. Zwei neue Kurztaktpressen gingen bereits in Betrieb, ein neues Hochregallager folgt bis Ende des Sommers.
  • Neues Kraftwerk in St. Johann in Tirol: Seit Mai 2026 liefert die Anlage Strom für den Stammsitz und die regionale Fernwärme – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Egger's Ziel, bis 2050 klimaneutral zu wirtschaften.

Solche Projekte zeigen: Wer bei einem Unternehmen wie Egger einsteigt, wird Teil einer Branche, die sich aktiv modernisiert – bei Produktion, Energieversorgung und Kreislaufwirtschaft. Bereits heute stammen 71 Prozent des Energieverbrauchs der Gruppe aus erneuerbaren Quellen, und 66 Prozent des verarbeiteten Holzes sind Recyclingmaterial.

Kundennähe als Zukunftsstrategie

Ein weiterer Schwerpunkt bis 2028: die Lieferperformance. Frank Bölling, Gruppenleitung Logistik, betont, wie wichtig Verlässlichkeit, Transparenz und Flexibilität entlang der gesamten Kundenbeziehung geworden sind. Auch das ein Signal für zukünftige Fachkräfte: Hier zählt nicht nur Produktion, sondern ebenso Prozessqualität, Logistik und Kundenorientierung – vielfältige Aufgabenfelder für unterschiedlichste Qualifikationen.

Ausblick: Realistisch, aber selbstbewusst

Für das kommende Geschäftsjahr bleibt die Gruppenleitung vorsichtig, aber zuversichtlich. Man wolle sich auf das konzentrieren, was im eigenen Einflussbereich liegt: Kundennähe, Servicequalität, Produktivität und Innovationskraft. Eine Haltung, die auch für alle steht, die sich für einen Beruf in der Holzbaubranche interessieren – eine Industrie, die auch in unsicheren Zeiten Stabilität, Innovationsgeist und langfristige Perspektiven bietet.


Quelle: EGGER Group

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